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nach § 40 SGB V von allen
gesetzlichen Krankenkassen als
Rehabilitationseinrichtung anerkannt und auch beihilfefähig.
Knorpelkrankheiten
schmerzhafte
Knorpelkrankheiten
Was ist Knorpel ?
Knorpel bzw. Knorpelgewebe (Textus cartilagineus) steht für ein biegungsfestes, gefäß- und nervenloses Stützgewebe. Dieses setzt sich aus Knorpelzellen (Chondrozyten) und verschiedenen Grundsubstanzen sowie verschiedenen Faserarten zusammen.
Knorpelkrankheiten wird meist durch Knor pelerweichung hervorgerufen, letztlich handelt es sich also um eine degenerative (= abnutzungsbedingte) Erkrankung. Vorausgegangen ist eine Auffaserung und Abschilferung des Knorpels. Diese durch die Abnutzung bedingte Veränderung kann dann im betroffenen Gelen k starke Schmerzen hervorrufen.
Theoretisch können Knorpelkrankheiten jeden Knorpel des Körpers betreffen, in der Praxis sind allerdings lediglich zwei Körperstellen betroffen:
Sehr viel häufiger kommen Knorpelkrankheiten im Bereich der Kn iescheibe vor, so insbesondere die Chondropa thia patel lae.
Die Symptome (= Krankheitszeichen) und Ursachen
Die Chondropa
thia patel
lae tritt vor
allem bei jungen Frauen aber auch bei jungen Männern während des
Wachstumsschubes in der Pubertät auf. Sie
äußert sich durch (starke)
Schmerzen in den Knien, die besonders verstärkt
werden, wenn im Kniegelenk der Anpressdruck auf die
Kn iescheibe
zunimmt. Ganz
typische Schmerzauslöser und Schmerzverstärker
sind langes Sitzen mit gebeugten Knien, z.B. im Kino oder bei längeren
Autofahrten, oder auch bergab gehen. Weiterhin typisch sind Schmerzen beim
Treppensteigen und ein nächtlicher
Ruheschmerz
beim Schlafen mit gebeugten Knien. Diese Schmerzen treten meist beidseits,
manchmal aber auch abwechselnd in beiden Knien auf. Sie können über Monate und
Jahre immer wieder kehren.
Häufig geht eine Chondropa
thia patel
lae mit einer entzündlichen
Reaktion einher. Dies erkennt man an einer Überwärmung und Schwellung des Knies
wie bei einer Arthritis. Der
Knorpel ist bei
Knorpelkrankheiten
i.d.R. weicher als
normal und damit anfälliger für Schädigungen. Deshalb ist es wichtig, das Knie
in dieser Zeit nicht zu überlasten. Insbesondere ist es wichtig, dass der
Anpressdruck auf die Kn iescheibe reduziert wird, damit die Erkrankung nicht
fortschreitet. Nach Möglichkeit also lange Kniebeugungen vermeiden (dabei ist
der Anpressdruck sehr groß).
Neben Überlastungssituationen kann die Chondropa thia patel lae jedoch auch unter einer normalen Beanspruchung des Kniegelenkes auftreten. Bei diesen Personen findet man häufig Fehlbildungen oder Fehlstellungen der Kn iescheibe. Zu den möglichen Fehlbildungen gehören z.B. Abweichungen in der Form und Größe der Kn iescheibe. Fehlstellungen bestehen sowohl in einem Tief- als auch in einem Hochstand der Kn iescheibe.
Ein Missverhältnis zwischen der Kn iescheibe und ihrem Gleitlager, das vom Oberschenkelknochen gebildet wird, kann ebenfalls zu Knorpelkrankheiten und damit zu Schmerzen führen.
Knorpelkrankheiten der Kn iescheibe sind häufig eine Vorstufe der Kniearthrose.
Diagnosestellung und verwandte Symptome
Nicht immer deuten Knieschmerzen bzw. ein schmerzhaftes Kniegelenk (Gonalgie) auf Knorpelkrankheiten hin. Eine entsprechende Untersuchung durch einen Facharzt sollte vorab erfolgen um sicherzustellen, dass auch wirklich diese Erkrankung vorliegt. Spätestens anhand einer Röntgenuntersuchung des Kniegelen kes und der Kn iescheibe und bzw. oder einer Arthroskopie, also eine Gelenkspiegelung um eventuelle Knorpelveränderungen nachzuweisen, kann eine Chondropa thia patel lae eindeutig diagnostiziert werden.
Folgende Krankheitsbilder können unter Umständen zu ähnlichen Symptomen wie bei der Chondropa thia patel lae führen:
Meniskusprobleme
Kreuzbandprobleme
Kn iescheibenprobleme
Fehlstellungen
Gelenknaher Knochenbruch
Bakerzyste
Trauma (= Verletzung) im Bereich der Kn iescheibe
Von der Chondropa thia patel lae abzugrenzen ist auch ein für die Schmerzen ursächlicher Knor pelschaden an der Kn iescheibe selbst, wie zum Beispiel die Chond romalazia (= krankhafte Erweichung der Knorpelgrundsubstanz als Folge einer übergeordneten Stoffwechselstörung, einer Entzündung in der Nachbarschaft oder einer chronischen Überbelastung) patellae (Knorpelerwe ichung der Kn iescheibe).
Die Therapie
Die Behandlung eines Schmerzsyndromes im vorderen Kniebereich, also auch der Chondropa thia patel lae, erfolgt in erster Linie mit Krankengymnastik. Auch ist eine kurzfristige Schonung des Kniegelenkes (Ruhestellung) und das Anlegen stabilisierender Verbände sinnvoll. Eine dauerhafte Besserung der Schmerzen kann durch ein Krafttraining sowie Dehnungsübungen der Oberschenkelmuskulatur erreicht werden. Der Einsatz von Analgetika (= Schmerzmittel) kann häufig vermieden werden. Bei stärkeren Schmerzen können auch Lokalanästhetika (= örtliche Betäubungsmittel) in Form von Spritzen verabreicht werden.
Der Einsatz von sog. Chondroprotektiva, das sind Medikamente, denen eine schützende Wirkung auf den Knorpel zu geschrieben wird, hat sich nicht bewährt. Operative Maßnahmen sind bei einer Chondropa thia patel lae im allg. nicht notwendig und sollten nur nach Abwägung aller Vorteile und vor allem der möglichen Nachteile eingesetzt werden.
Frauen mit Schmerzen im Bereich des Knies ist das Tragen von Schuhen mit flachen Absätzen zu empfehlen, da auf diese Weise der Bandapparat des Kniegelenkes entlastet wird. Sportarten, die mit erheblichen Belastungen des Kniegelenkes verbunden sind, wie z.B. Fußball oder Ski, sollten durch weniger belastende Sportarten, wie z.B. Schwimmen, ersetzt werden.
Bei Entzündungsreaktionen in Verbindung mit Knorpelkrankheiten ist der Einsatz von entzündungshemmenden Medikamenten (aus der Gruppe der sogenannten kortisonfreien Entzündungshemmer = nicht-steroidale Antirheumatika) in Erwägung zu ziehen.
Ein neuer, möglicherweise zukunftsweisender Ansatz zur Behandlung der Chondropa thia patel lae ist eine Injektionsbehandlung mit dem hochmolekularen Hyaluronsäurepräparat Synvisc (synthetische Gelenkflüssigkeit). Allerdings gibt es damit derzeit nur sehr begrenzte Erfahrungen.
Manchmal verbleiben bei dieserKnorpe lerkrankung Schmerzen trotz intensiver fachärztlicher Behandlung (Orthopädie), so daß dann Methoden der spezielle n Schmerztherapie gefragt sind.
Sehr hilfreich ist die
therapeutische
Lokalanästhesie
(=
Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel
bzw. Lokalanästhetika)
in Form von wiederholten Blockaden
(= Betäubungen)
des vorderen Oberschenkelnervs (N. femoralis) Frage, in hartnäckigen
Fällen auch
kontinuierlich mit Katheter*.
Grundsätzlich wird dabei das
Lokalanästhetikum (= örtliches Betäubungsmittel) jeweils so verdünnt
verabreicht, daß nur die Sensibilität
(= u.a. Schmerzempfindung) betroffen
ist, die Motorik (= Muskelfunktion)
aber erhalten bleibt und damit begleitend intensive, gelenkfunktionserhaltende
sowie funktionsfördernde krankengymnastische Übungsbehandlungen möglich sind,
bzw. bei stärkeren Schmerzen durch Hemmung der Nozizeption
(= Schmerzreizleitung)
erst möglich werden.
Nervenblockaden haben darüber hinaus einen sehr günstigen
Nebeneffekt. Durch die gleichzeitige Blockade vegetativer Nervenfaseranteile
(Sympathikolyse)
kommt es im korrespondierenden Gewebsbereich (also auch im Knie) zu einer sehr deutlichen
Mehrdurchblutung, die jedem degenerativen aber auch entzündlichen Prozeß
nachhaltig entgegenwirkt. In diesem Sinne ist diese Behandlung bei den meisten
Knorpelkrankheiten nicht nur
symptomatisch (= nicht nur auf den
Schmerz gerichtet), sondern sogar kurativ (= heilend).
*
Bei der sog. kontinuierlichen Blockade mit Katheter wird der dünne
Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Ner ven
eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle
hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über
diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen
Dosis, das
Lokalanästhetikum
(=
örtliches Betäubungsmittel)
völlig schmerzlos nachgespritzt.
In
bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch
den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden.Nach
neueren Erkenntnissen vermag eine solche, intensive, längerfristige
Blockadebehandlung auch das sog. Schmerzgedächtnis zu löschen.
Die Methoden der modernen Schmerztherapie bieten auch optimale Voraussetzungen für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) bzw. Anschlußrehabilitation. Mehr darüber erfahren Sie hier: http://www.anschlussheilbehandlung.co.uk (einfach anklicken).
Laut den Ausführungen des Bundesministeriums für Gesundheit haben seit dem 1.4.2007 alle gesetzlich versicherte Personen einen Rechtsanspruch auf eine Rehabilitation und können sich ihre Rehabilitationseinrichtung sogar selbst aussuchen. Quelle: Web-Seite der Bundesregierung und Brief des Bundesgesundheitsministeriums an die Sozialministerien der Länder als Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenkassen.
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